Archiv für die Kategorie ‘Unkraut-Bekämpfung’

WELTNEUHEIT: Neuer vollautomatischer Dämpfroboter ab Juli im Einsatz

Donnerstag, 21. Juli 2016

Die Firma MSD hat in Kooperation mit dem Spezialmaschinenhersteller, Josef Zeyer Agrarsysteme aus Neresheim, eine Neuauflage des Dämpfmobils entwickelt. Die Neuauflage des Dämpfmobils kam auf direkte Anfrage eines der hiesig größten Salatanbaubetriebe zu Stande. Mit diesem neuen vollautomatischen Dämpf-Vollautomaten werden neue Maßstäbe gesetzt. Im Gegensatz zum Vorgängermodell, das von der Firma MSD in Kooperation mit der Schweizer Firma Bärtschi-Fobro gefertigt wurde, erfüllt der neue Feldroboter MSDZ-1 neuste Anforderungen insbesondere im Bereich der Vorfeldüberwachung und Spursteuerung.

Dämpf Vollautomat im Testbetrieb für den Freilandeinsatz in Norddeutschland

Dämpf Vollautomat im Testbetrieb für den Freilandeinsatz in Norddeutschland

Zusätzlich zur neusten Steuerungstechnik wurde darauf geachtet, dass die Schlagkraft der Anlage nochmals um knapp 40% zum Vorgängermodell gesteigert wird, so dass im Optimalfall Flächen von weit mehr als 30ha jährlich von Unkrautbefall vollständig befreit werden können.

Dämpf-Vollautomat MSDZ-1, entwickelt von der Firma MSD in Kooperation mit der Firma J. Zeyer aus Neuenheim

Dämpf-Vollautomat MSDZ-1, entwickelt von der Firma MSD in Kooperation mit der Firma J. Zeyer aus Neresheim

Der erste neue Dämpfvollautomat ist derzeit im Testbetrieb auf Flächen in Norddeutschland im Einsatz, um ihn optimal auf die derzeitigen Gegebenheiten anzupassen. Die Maschine wird dann führerlos vollständig autark drei Beetreihen gleichzeitig dämpfen können und dabei selbständig die hierfür nötigen drei Dämpfhauben heben, versetzen und wiederum senken, bis das Ende der Betreihe erreicht wurde. Wenn der Feldroboter das Beetreihenende erreicht hat, gibt er selbständig Signal, dass er von einem Fahrer versetzt werden kann. Während des ganzen Betriebs ist die Maschine auch über eine Fernsteuerung bedienbar.

Detailinformationen zu Preis und Leistung des neuen Dämpf-Vollautomaten können direkt bei der Firma MSD, insbesondere auch online über www.moeschle.de erfragt werden.

Ein Video auf Youtube kann hier geöffnet werden: VIDEO Dämpf-Vollautomat 2016

Effektive Bekämpfung von Erdmandelgras mit heissem Dampf

Dienstag, 21. Juni 2016

Am 17.06.2016 stellte die Forschungsgruppe Extension Gemüsebau des schweizer Agroscope Instituts mehre Bekämpfungsmaßnahmen gegen das Erdmandelgras (Cyperus esculentus) vor.  Darunter als eine der effektivsten Maßnahmen das Dämpfen.

Dabei wurden drei verschiedene Dämpfmethoden: Das Haubendämpfen, das Foliendämpfen und das Haufendämpfen per Dämpfförderband in Kooperation mit mehreren Partnern, darunter auch die MSD GmbH Durbach, erfolgreich getestet.

Dämpfhauben zur Parzellen-Behandlung

Dämpfhauben zur effektiven Flächenbehandlung

Bei den zwei Flächendämpfverfahren (Haube und Folie) wurden die Mandeln bis in eine Tiefe von ca. 25cm vollständig abgetötet, was einem Wirkungsgrad auf der Gesamtfläche von ca. 95% entspricht. Nach dem Dämpfen wurden die mit Heißdampf behandelten Flächen beobachtet. Triebe aus tiefer gelegenen Mandeln, die der Dampf nicht erreicht hat, konnten im Anschluss problemlos maschinell oder chemisch abgetötet werden. Beim Haufendämpfen z.B. per Dämpfförderband wurde die mit Erdmandeln verseuchte Erde vollständig ausgehoben und mit Dampf behandelt.

Geblähte Dämpffolie

Geblähte Dämpffolie

Eine vollständige Abtötung von Erdmandelgras konnte bereits bei 75°C Bodenhitze erreicht werden. Es wird empfohlen, dass die Hitze mindestens 15 min gehalten wird, um ein sauberes Ergebnis zu erhalten.
Nähere Informationen sind im Merkblatt “Mit Dampf erste Befallstellen tilgen” auf www.agroscope.ch ab Juli 2017 zu entnehmen.

Merkblatt zur Bekämpfung des Erdmandelgrases “Mit Dampf erste Befallsstellen tilgen”

Kalifornischer Erdbeeranbaubetrieb investiert in Dämpfanlage

Dienstag, 31. Mai 2016

Der Ersatz von Methylbromid gehört nun auch in Kalifornien zu den vordringlichsten Herausforderungen, insbesondere für Erdbeeranbau-Betriebe. Die internationale Vertretung für die USA der MSD GmbH, die Marten Barel Consultancy BV aus den Niederlanden, hat nun Ende Mai eine Großanlage in Kalifornien mit einem MSD Dampfkessel Typ S 2000 in Betrieb genommen.

24m² - Stachel-Dämpfhaube hinter Zugmaschine

24m² - Stachel-Dämpfhaube hinter Zugmaschine mit hydraulischem Fahrgestellt auf Rollen

Bei dem Erdbeer-Anbaubetrieb kommt das energiesparende Sandwich-Dämpfverfahren zum Einsatz. Zwei 24m² große Stachel-Dämpfhauben mit eigenem hydraulischen Fahrgestell auf Rollen werden dabei alternierend mit jeweils einem Raupenfahrzeug versetzt. Dabei wird durch unter den Hauben montierte, ca. 17cm lange Stacheln der Boden 25cm tief auf mehr als 80°C erhitzt.  Da der Boden sandig ist beträgt die Dämpfzeit ca. 7 Minuten.

MSD Dampfkessel S 2000 inkl. Heizölversorung montiert auf einem Spezialanhänger

MSD Dampfkessel S 2000 inkl. Heizölversorung & Stromgenerator montiert auf einem Spezialanhänger

Das in Betrieb genommene Dämpfsystem mit zwei Stachelhauben und dem MSD Dampfkessel S 2000 kann pro Tag derzeit ca. 2.500m² Erdbeer-Anbaufläche vollständig hygienisieren und von Unkraut, Krankheiten und Bodenmüdigkeit befreien. Der 1.5000 ha große kalifornische Gartebaubetrieb plant nun bereits in einem zweiten Schritt im Jahr 2017 in ein weiteres Dämpfsystem zu investieren, das in der Lage ist, mehr als 1ha Anbaufläche pro Tag zu dämpfen.

Stuttgarter Zoo “Wilhelma” dämpft gegen Unkraut

Donnerstag, 28. April 2016

Wie jedes Jahr, hat einer der größten zoologischen Gärten Deutschlands wieder größere Blumenbeete mit Heißdampf von bodenbürtigen Krankheiten, Unkräutern und Beikrautsamen.

Dämpfen mit Dampfkessel S 2000 in der Wilhelma

Dämpfen mit Dampfkessel S 2000 in der Wilhelma

Der Dämpfspezialist Mobildampf übernimmt die Heissdampfbehandlung als Auftragsarbeit vollständig. Die ca. 500m² großen Beete werden vorab mit einer Spatenmaschine bis zu einer Tiefe von 40 cm ausreichend gelockert und danach vollständig mit einer speziellen hitzebeständigen Folie abgedeckt und an ihren Rändern beschwert.

Blumenbeete in der Wilhelma werden gedämpft

Blumenbeete in der Wilhelma werden gedämpft

In einer Dämpfzeit von ca. 5h wird die Gesdamtfläche mit ca. 6t Heißdampf bis in eine tiefe von 30cm vollständig hygienisert. Danach sind die Flächen vollständig unkrautfrei und wieder ideal zur sofortigen Bepfanzung bereit. Die Wilhelma lässt jährlich größere Flächen mit Heißdampf behandeln und danach sorgsam gepflegt, so dass jede Einzelfläche nur alle drei Jahre gedämpft werden muss.

Neue Dämpfanlage in Vietnam in Betrieb

Dienstag, 19. April 2016

Im ersten Quartal 2016 wurde bei einem der national größten Saatgut Produzenten in Vietnam eine mobile Dämpfanlage zur Sterilisierung von Substraten und Böden in Betrieb genommen.  Das führende Unternehmen setzt zum ersten Mal das sehr kostengünstige Sandwich-Dämpfverfahren mit einer Stachelhaube ein, um unter Folienhäusern Mutterboden bis auf eine Tiefe von 25cm zu hygienisieren und damit diesen von Unkräutern und bodenbürtigen Krankheiten vollständig zu befreien.

Sandwich-Dämpfung mit zwei Stachelhauben

Sandwich-Dämpfung mit zwei Stachelhauben

Hierbei kommen zwei manuell versetzbare Dämpfhauben mit einer Abdeckfläche von jeweils 8m² und 20cm tiefen speziellen Hohlstacheln zum Einsatz. Die beiden Hauben werden parallel eingesetzt und alternierend versetzt. Dabei wird ein Dampfkessel mit einer Dampfleistung von 400kg pro Stunde genutzt.  Die Flächenleistung des Systems beträgt bis zu 400m² pro Arbeitstag, wobei der Boden binnen 7 Minuten auf mehr als 80°C bis in eine Tiefe von 25cm erhitzt wird.

Dämpfen von Kokostorf in zwei Dämpfbunkern mit Absaugsystem und Dampfkessel der Firma MSD GmbH (links)

Dämpfen von Kokostorf in zwei Dämpfbunkern mit Absaugsystem und Dampfkessel der Firma MSD GmbH (links)

Neben dem Dämpfen von Fläche im Sandwich-Dämpfverfahren per Stachelhaube hygienisiert das Unternehmen auch große Mengen von Kokostorf-Substrat. Hierfür wurden spezielle Dämpfbunker mit einem Absaugsystem gebaut und  neu in Betrieb genommen. Die Absaugung erfolgt über ein spezielles Drainagesystem im Boden der einzelnen immobilen Boxen. Auch hierzu wird ein fahrbarer Dampfkessel Typ “S 350″ der Firma MSD mit einer Dampfleistung von 400kg/h eingesetzt. Das System arbeitet mit höchster Effizienz und ist in der Lage, in einer Stunde bis zu 16m³ Kokostorf vollständig bei einer Zieltemperatur von etwas über 80°C zu reinigen. Der Heizölbedarf liegt auf Grundlage hauseigener Messungen bei durchschnittlich ~19L/h.

Stadt Böblingen lässt Blumenbeete dämpfen

Dienstag, 05. April 2016

Auch in diesem Frühjahr 2016 hat nach einer Unterbrechung das Gärtnerei der Stadt Böblingen sich dafür entschieden, ausgewählte Grünflächen vor dem Säen von Zierblumen umweltfreundlich per Dampf von Unkräutern und Unkrautsamen zu reinigen, nachdem in den letzten Jahren mit anderen Verfahren keine gleichwertigen, zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt werden konnten.

Der öffentliche Träger hat sich hierfür die Erfahrung der Firma Mobildampf aus Waiblingen (www.mobildampf.de) genutzt. Das Unternehmen hat sämtliches Dämpf-Ausrüstung zur Verfügung gestellt und die einzelnen Dämpfungen betreut sowie überwacht.

Foliendämpfen von Higlight-Beeten in Böblingen

Foliendämpfen von Highlight-Beeten in Böblingen

In den ersten Apriltagen wurden nun Highlight-Beete an öffentlichen Strassen ausgewiesen, die nach der Unkrautbekämpfung mit Heißdampf als dekorative Blumenwiesen, sogenannte “Highlight-Beete” gestaltet werden sollen. Die Firma mobildampf hat binnen 2,5 Tagen mit dem gängigen Foliendämpfverfahren Flächen von bis zu 120m² Größe abgedeckt und gedämpft. Dabei kam ein Dampfkessel der Firm MSD GmbH mit einer Leistung von bis zu 1.000 kg Dampf/h zum Einsatz.

Die Stadt  Böblingen hatte sich bewusst für das Dämpfen entschieden. Im Vorfeld wurden hierzu 2015 extra Vergleichsversuche unternommen und dabei Flächen auch ungedämpft gelassen. Das Ergebnis spricht für sich selbst (Fotos unten). Die gedämpften Flächen sind vollkommen unkrautfrei und daher die Schößlinge der gesäten Zierpflanzen in Reihe gut zu erkennen. Auf der ungedämpften Fläche (ganz unten) wächst das Unkraut ungehemmt.

Gedämpftes Highlight-Beet mit Zierpfanzenreihe in der Herrenberger Str. in Bögblingen

Gedämpftes Highlight-Beet mit Zierpfanzenreihe in der Herrenberger Str. in Böblingen

Ungedämpfte Vergleichsfläche an der Calwer Str. in Böblingen

Ungedämpfte Vergleichsfläche an der Calwer Str. in Böblingen

Landwirtschaftsamt Karlsruhe dämpf Erdbeer-Felder

Sonntag, 30. August 2015

Die Lösung bodenbürtiger Probleme allem voran mit Krankheiten ist insbesondere bei Anbauflächen für Erdbeeren immer dringlicher. Um hier neue Wege ohne Chemie gehen zu können hat sich das Landwirtschaftsamt Karlsruhe dazu entschieden eigene Versuchsflächen der Sanierung von Böden mit Heißdampf für die Erdbeerkultur zu öffnen.

Bereits im Mai wurden hierzu erste Flächen gedämpft. Der Dämpfspezialist Mobildampf hat die Versuche mit eigener Ausrüstung druchgeführt.  Es kamen ausschließlich modernste Erddämpfer der Frima MSD GmbH mit einem Wirkungsgrad von bis zu 96% zum Einsatz.

Foliendämpfung von Erdbeer-Beeten - Im Vordergrund bereits gedämpfte Fläche. Die Kultur wächst ohne Unkraut - mit starkem Wuchs

Foliendämpfung von Erdbeer-Beeten - Im Vordergrund bereits gedämpfte Fläche. Die Kultur wächst ohne Unkraut - mit starkem Wuchs

Die Flächen wurden mit dem klassischen Foliendämpfverfahren saniert. Insgesamt wurden bis in den August hinein in drei Abschnitten 1.000m² mit Heißdampf bis zu 20cm hygienisiert. Es wurde auf sehr sandigem Boden gearbeitet und auch Hügelbeete angelegt. Die Ergebnisse waren sehr überzeugend. Im Vordergrund des oben gezeigten Bildes zeigen die im Mai gedämpften Flächen eine sehr starke Kultur. Die Pflanzreihen sind über die Monate vollständig unkrautfrei geblieben. Mit einem energieeffizienten Dämpfverfahren, wie der Hauben- oder Sandwichdämpfung können die Heizölkosten auf ca. 0,3 Euro pro m² reduziert werden. Das Dämpfen eignet sich folgich ideal zur Sanierung von Flächen für den Anbau von Erdbeeren und stellt eine echte Alternative dar.

Regierungspräsidium Freiburg dämpft wieder gegen Japan Knöterich

Sonntag, 19. Juli 2015

Der Japan Knöterich bleibt im Regierungspräsidium Freiburg ein wichtiges Bekämpfungsthema. Die sehr guten Erfahrungen mit verschiedenen Dämpfversuchen gegen den eingeschleppten Schädling hat den öffentlichen Träger dazu bewegt nun schrittweise die Sanierung von großen Mengen an Aushub mit Heißdampf zu forcieren.

Haufendämpfung zur Japan Knöterich Bekämpfung mit MSD Dampfkessel (rechts) mobil auf Anhänger montiert.

Haufendämpfung zur Japan Knöterich Bekämpfung mit MSD Dampfkessel (rechts) mobil auf Anhänger montiert.

Im Juli 2015 wurde der Dämpfspezialist Steffen Koch mit seinem Unternehmen mobildampf beauftragt am Fluss Elz 500 m³ Aushub mit reinem Dampf zu behandeln und somit sämtliche keimfähigen Pflanzenteile, insbesondere die Rhizome des Japan Knöterich sicher abzutöten damit die Erde problemlos verfrachtet und deponiert werden kann.

Spezial-Dämpflanzen für Haufendämpfung

Spezial-Dämpflanzen für Haufendämpfung

Mit einer Großanlage der Firma MSD GmbH konnte bei einer Dampfleistung von 2.000 kg/h binnen 4 Tagen die gesamte Erdmenge mit Heißdampf behandelt von von der invasiven Neophyte vollständig befreit werden. Dafür wurden ca. 80m³ Aushub aufgeschüttet und abgedeckt. Durch spezielle hohle Dämpf-Lanzen, die auch mehrere Meter in die Basis des zu dämpfenden Erdhaufens getrieben werden können, wurde der Dampf eingebracht. Die Dämpfzeit betrug dabei max 2,5 Stunden. Der Heizölbedarf  lag durchschnittlich bei ~4 Litern pro m³.

Hygienisierung von Substraten direkt im Pflanztopf – Weihnachtssternzüchter aus Mittelamerika macht es vor

Freitag, 23. Januar 2015

Eines der größten amerikanischen Weihnachtsstern-Züchter mit mehreren Standorten in Mittelamerika setzt nun auf 50ha ein neues Dämpfsystem ein.

Der Betrieb hatte im Vorfeld bereits Dampf zur Hygienisierung der Substrate benutzt. Hierfür wurden jedoch unter hohem personellen Aufwand die einzelnen Pflanztöpfe entleert, die Pflanzerde gesammelt und dann unter Folien im Rahmen einer Haufendämpfung unter Folie behandelt. Nach der Dämpfung wurde von neuem die Pflanztöpfe befüllt und belegt.

Spezial Dämpfhaube im Einsatz

Spezial Dämpfhaube im Einsatz

Mit einem neuen, vom Dämpf-Spezialisten, Marten Barel, entwickelten System muss die Pflanzerde nicht mehr bewegt werden.
Es werden hierbei 45 Pflanztöpfe mit einer Spezialdämpfhaube abgedeckt. Die Dämpfhaube ist mit Spezial-Dampfinjektoren ausgestattet, die in jeden mit Anzuchterde gefüllten Pflanztopf eindringen.  Dadurch wird sichergestellt, dass binnen 5-6 Dämpfzeit das Substrat bis zu 95°C erhitzt und somit vollständig hygienisiert wird.

Dampfkessel der Firma MSD GmbH, D-Durbach, vor den Pflanzreihen. Links der Dämpfberater Marten Barel

Dampfkessel der Firma MSD GmbH, D-Durbach, vor den Pflanzreihen. Links der Dämpfberater Marten Barel

Dank diesen neuen Verfahrens konnte der Großgartenbaubetrieb seine Dämpfleistung verdoppeln. Der Energieverbrauch konnte dabei insbesondere aufgrund des Einsatzes eines modernen Hochleistungs-Dampfkessels um 70% auf lediglich 16l/h reduziert werden. Pro Stunde kann der Betrieb 450 Pflanztöpfe mit Heißdampf behandeln, wobei 2 Dämpfhauben abwechselnd eingesetzt werden

Vollautomatisches Dämpfmobil bewährt sich im Einsatz

Montag, 30. Juni 2014

Seit 2010 ist der vollautomatische Dämpfroboter der Firma MSD GmbH, Durbach, nun im Gartenbaubetrieb Stegemeier bei Bielefeld im Einsatz. Die Zeit wurde intensiv genutzt, um das neue, vom Bundeslandwirtschaftsministerium preisgekrönte Dämpfsystem zu optimieren.

Die Arbeit hat sich gelohnt. Zwischenzeitlich ist das Dämpfmobil integraler Bestandteil des Gartenbaubetriebs Stegemeier, das im Jahr 15 ha Freiland-Fläche für den Rucola-Anbau mit Heißdampf vollautomatisch behandelt.

Dank der dichten Aussaat mit vorab erfolgter Flächendämpfung über den Vollautomaten erzeugt der Betrieb ein qualitativ hochwertiges, vollkommen unkrautfreies Produkt. Der Personaleinsatz ist dabei verschwindend gering. Da das Dämpfmobil vollautomatisch arbeitet und lediglich nach einer Beetreihe von geschultem Personal gewendet werden muss, liegen die Kosten des laufenden Betriebs im Wesentlichen bei lediglich ca. 3.000 Euro pro Hektar für das Heizöl zur Dampferzeugung.

Vollautomatisches Dämpfmobil der MSD GmbH im Freilandeinsatz

Vollautomatisches Dämpfmobil der MSD GmbH im Freilandeinsatz

Gedämpft wird mit drei Dämpfhauben, die unter dem Vollautomaten angeordnet sind und automatisch gesenkt, gehoben und versetzt werden.  Dabei wird bereits bei einer Dämpfzeit von ca. 6 min bei einer Dämpftiefe von ca. 5 cm ein optimales Ergebnis erzielt. Durch diese Arbeitsweise erreicht der Roboter eine Flächenleistung von rund 0,5ha in 12 Stunden.

Video vom Dämpfmobil im ersten Freilandeinsatz Anfang 2010 (hier klicken)

Weitere Informationen können beim Hersteller, der Firma MSD GmbH Durbach, eingeholt werden.