Giftiges Kreuzkraut weiter auf dem Vormarsch

18. Juli 2010

Schlechte Nachrichten für den Gemüse- und Salatanbau. Das giftige Kreuz- oder auch Greiskraut breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Die hauptsächlich in südlichen Gefilde heimische Pflanze vermehrt sich seit wenigen Jahrzehnten stetig und entwickelt zur Zeit insbesondere in Südwestdeutschland und von Belgien kommend große Bestände.

Damit wächst das Kreuzkraut zu einer immer größeren Bedrohung für den biologischen und konventionellen, stark automatisierten Gartenbau heran.

Das Problem liegt in der leber- und nervenschädigenden Wirkung der Pflanzeninhaltsstoffe, die im Extremfall auch beim Menschen bis zum Tode führen kann. Gelangen Teile des Greiskrauts in die Ernte, wie es 2009 publik wurde, führt dies zu unabsehbaren Folgen für den Erzeuger.

Der Gemüsebau hat kaum Möglichkeiten, gegen diese Gefahr anzugehen. Es gibt kein Herbizid, das einen 100%igen Schutz bietet.  Zudem sind die Blätter der Kreuzkraut-Jungpflanze fast nicht von Rucola zu unterscheiden, was die Bekämpfung und ggf. eine spätere Selektion aus der Ernte fast unmöglich macht.

Das DLR Rheinlandpfalz ist zur Zeit dabei, bestehende Kreuzkraut-Bekämpfungsverfahren nochmals unter die Lupe zu nehmen. Darunter auch das Dämpfen (wir berichteten im Mai 2010). In kürze sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden.

Die Insel Mainau dämpft gegen Unkraut

16. Juni 2010

Eine der schönsten und bekanntesten Gartenanlagen in Deutschland vertraut auf die umfassende Wirkung von Dampf.  Im Fokus stand der bekannte Dahlien-Hügen, der mit alternativen Unkrautbekämpfungsmaßnahmen nicht mehr arbeitskostenwirtschaftlich von Unkaut befreit werden konnte.

Im Juni lies die Insel Mainau daher eine Blumenbeetfläche von insgesamt  2000 m² von der Firma mobildampf.de im Lohndämpfverfahren mit Dämpffolie schrittweise abdecken und dämpfen.

Foliendämpfung auf dem Dalienhügen

Foliendämpfung auf dem Dalienhügen

In nur 3 Tagen und 50 Betriebsstunden wurde die Fläche mit 2 Dämpfanlagen, darunter ein Dampfkessel S 2000 der Firma MSD, Durbach mit 2000 kg Dampf/h Leistung vollständig hygienisiert. Die Beete wurden auf 85°C bis auf eine Tiefe von 30 cm erhitzt und damit vollständig hygienisiert sowie von Unkräutern befreit.

In den nächsten Jahren ist der Unkrautdruck auf dem Dalienhügel sicher gebannt.

Neophytenbekämpfung mit heißem Dampf geht in die letzte Runde

26. Mai 2010

Das Regierungspräsidium Freiburg hat Ende Mai 2010 den im vergangenen Herbst begonnenen Versuch zur Bekämpfung des Japan Knöterich mit reinem Heißdampf ohne Chemie abgeschlossen. Es wurde der letzte Behandlungsschritt zur Tiefenbekämpfung der Japan Knöterich Rhizome durchgeführt.

Versuchsaufbau mit Dampfkessel

Versuchsaufbau mit Dampfkessel

Bereits im September 2009 wurde der Bekämpfungsversuch mit Heißdampf begonnen. Hierbei wurden weite, mit Japan Knöterich befallene Flächen am Ufer des stark betroffenen Flüsschens Rench 20-30 cm tief ausgehoben und der komplette Aushub abgedämpft. Der Erfolg der Behandlung von mehr als 95% war schon im Spätjahr 2009 und deutlicher im Frühjahr 2010 sichtbar. Auf der behandelten Fläche hatten sich nur noch, wie erwartet, vereinzelte Neutriebe gezeigt.

Dämpflanzen im Einsatz

Dämpflanzen im Einsatz

Diesen Neutrieben wurde nun durch die abschließende Tiefenbehandlung begegnet. Dabei wurde zunächst der Boden mit einer Hochdrucklanze der Firma MTM-SPINDLER bis zu einer Tiefe von einem Meter durch stark verdichtete Luft aufgebrochen und gelockert. Danach folgte die Einführung einer Dämpflanze, über die ca. 15 min 200°C heißer Dampf in den Boden geleitet wurde.

Luftdrucklanze im Einsatz

Luftdrucklanze zur Bodenlockerung

Bereits im Mai 2009 wurden bei einem vergleichbaren Versuch mit dem Abwasser-Zweckverband auf diese Weise sämtliche im ersten Flächenbehandlungsschritt noch nicht beseitigte, keimfähige Wurzelreste des Japan Knöterich vollständig abgetötet.

Der heiße Dampf denaturiert die im Boden verbliebenen, keimfähigen Rhizome und verbrüht diese partiell so stark, dass durch einfallende Keime die Pflanze soweit geschwächt wird, dass ein Wiederaustrieb nicht mehr erfolgt.

Im weiteren Verlauf wird durch Beobachtungen das positive Ergebnis auf seine Nachhaltigkeit in regelmäßigen Abständen geprüft.

Dienstleistungszentrum Rheinlandpfalz testet die Wirkung von Heißdampf

09. Mai 2010

Am 04.05.2010 führte das Dienstleistungszentrum Rheinlandpflaz in Schifferstadt ein größerer Feldversuch zur Unkrautbekämfpung durch. Die 2.000 m² große Versuchsfläche wurde in mehrere Parzellen aufgeteilt auf denen abwechselnd unterschiedliche Methoden zur Unkrautbekämpfung zum Vergleich anwendet wurden.

Greiskrauft im Fokus

Der pfälzer Gartenbau hatte im vergangenen Jahr mit Unkrautdruck und dabei insbesondere mit Greiskraut zu kämpfen. Daher wurden die Versuchsfläche insbesondere mit Greiskraut kontaminiert, um im speziellen die zum Vergleich stehenden Bekämpfungsmaßnahmen auf Ihre Wirkung gegen Unkraut und dem giftigen Greiskraut zu überprüfen.

Dämpfhauben zur Parzellen-Behandlung

Dämpfhauben zur Parzellen-Behandlung

Neben dem Eintrag von chemischen Mitteln wird das Dämpfen als Vergleichsmethode berücksichtigt.
Am 04.05.2010 wurden 16 Parzellen auf der 2000 m² großen Versuchsfläche mit Dämpfhauben gedämpft. Die Versuchanordnung war nicht optimal. Der Boden war wegen Regen am Vortag recht feucht. Da der Niederschlag auf die mit Fräse auf 10cm Tiefe gelockerte Erde fiel, war diese zudem etwas verdichtet. Nichtdestotrotz zog der Dampf gut in den Boden und erhitzte so die Krume binnen 6.5 min in 5 cm Tiefe auf 99°C. Die gedämpfte parzelle wurde nach dem Dämpfen mit einer leichten Folie abgedeckt. 10 Minuten nach dem Dämpfen konnte noch in 5cm Tiefe eine Temperatur von 95°C und in 10 cm Tiefe 82°C gemessen werden.

Versuchsaufbau - Dampfkessel auf Anhänger

Versuchsaufbau - Dampfkessel auf Anhänger

Es wird damit gerechnet, dass die gedämpften Parzellen vollständig von Unkraut befreit wurden und so die Kultur ohne Beikraut und insbesondere ohne Greiskrautbefall geerntet werden kann.

Friedrich Miescher Institut bestätigt die starke Wirkung von heißem Dampf gegen Unkrautsamen

11. April 2010

Einer der führenden biomedizinischen Forschungseinrichtungen der Schweiz, das Friedrich Miescher Institut, hat im Frühjahr 2010 umfangreiche Untersuchungen zur Abtötungswirkung heissen Dampfs auf verschiedene Unkrautsamen unternommen.

Notwendig wurden diese wissenschaftliche Versuche, da das Institut größere Flächen, die vorher mit genveränderten Pflanzen kultiviert wurden, zu entseuchen hatte.
Es musste sichergestellt werden, dass die Böden vollständig von keimfähigen Pflanzenteilen sowie Samen des genetisch manipulierten Gewächses befreit sind.

Dämpfen war das Mittel der ersten Wahl.

Um den Erfolg nachzuweisen, wurden vor dem Dämpfvorgang an verschiedenen Stellen der verseuchten Fläche Säckchen mit verschiedenen Samen ausgebracht. Die Körner wurden nach dem Dämpfen auf Ihre Keimfähigkeit untersucht.

Säckchen mit Unkrautsamen zur Untersuchung der Dampfwirkung

Säckchen mit Unkrautsamen zur Untersuchung der Dampfwirkung

Das Ergebnis war 100% überzeugend: Alle dem Dampf ausgesetzten Samen, auch solche die in tieferen Bodenschichten von bis zu 20cm eingebracht wurden, waren vollständig abgetötet. Es konnte bei diesen kein Austrieb mehr festgestellt werden.

SE 500 - Dampfkessel der Firma Möschle/MSD

SE 500 - Dampfkessel der Firma Möschle/MSD

Mobiles Dämpfsystem gewinnt den INDEGA Innovationspreis 2010

07. März 2010

Erfolg im Gemüse‐/Pflanzen‐Anbau bedeutet, Qualität, Betriebskosten, Bestände und Durchsatz im Griff zu haben.
Die MSD Agrar‐ und Umwelttechnik GmbH aus Durbach (Deutschland) hatte gemeinsam mit der Bärtschi‐FOBRO AG (Schweiz) die Aufgabe gelöst, eine Maschine zu entwickeln und zu konstruieren, mit der es möglich ist,  einen rationellen 24‐Stunden Betrieb ohne Personal zur Dämpfung großer Beetflächen im Gemüsebau effizient zu ermöglichen.

Vor allem Grossisten in Deutschland erhöhen den Druck auf die Gemüsehersteller, den Boden ohne Chemie zu hygienisieren. Der Ruccola-Vorfall Mitte 2009, wobei giftiges Greiskraut bzw. Kreuzkraut in Salatpackungen gelangte, hat diese Entwicklung noch verstärkt.

Vollautomatisches Dämpfmobil der MSD GmbH im Freilandeinsatz

Vollautomatisches Dämpfmobil der MSD GmbH im Freilandeinsatz

1. Video Youtube: Freilandeinsatz des Dämpfmobils im Frühjahr 2010
2. Video Youtube: Jungfernfahrt des vollautomatischen Dämpfmobils im Febrauar 2010

Dämpfen ist hier einer der wenig geeigneten Methoden, diesen Anforderungen vollumfänglich gerecht zu werden. Mit dem MSD-Fobro Dämpfmobil A600‐12 kann zudem ein hoher Automatisierungsstand erreicht werden.
Die beiden ersten vollautomatischen Dämpfmobile sind nun nach monatelanger harter Entwicklungsarbeit und viel Engagement fertig gestellt und ausgeliefert worden.

Anlässlich der IPM 2010 in Essen wurde das Dämpfmobil zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt und mit dem Indega Innovationspreis für technischen Fortschritt 2010 ausgezeichnet – zu Recht – Stellt es doch den Gemüsebauern die Lösung, um Beikrautdruck und Krankheiten im Beet effizient im Griff zu halten.

Universität von Kalifornien erprobt Dämpfverfahren und Vollautomat

12. Februar 2010

Der bevölkerungsstärkste Bundesstaat der USA gehört zu den großen Anbaugebieten von Beeren-Kulturen und Blumen. Vor der internationalen Ächtung wurden die Böden fast ausschließlich mit Methyl Bromid hygienisiert, um sie von Krankheiten und Unkräutern zu befreien. Heute sucht man nach dem Verbot der gesundheits- und klimagefährdenden Chemikalie mit Hilfe der Forschung händeringend nach Alternativen.

Seit 2007 experimentiert die Universität von Kalifornien in Salinas intensiv mit verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten der Dämpftechnik, die bis dato, obwohl in den Vereinigten Staaten Ende des 19. Jahrhunderts weiterentwickelt, stark in Vergessenheit geraten ist, heute aber wieder im Fokus des Interesses steht.

Die Ergebnisse sind viel versprechend. Bei Versuchen wurde gezielt Dämpfmethoden mit dem Einsatz von Methyl Bromid sowie Solarisation verglichen – Zudem wurde ein Kombinationsverfahren mit Heißdampf und Solarisation getestet, bei dem der Boden vorerst mit einer isolierenden Folie abgedeckt und so rein durch Sonneneinstrahlung aufgeheizt wurde bevor dann zur Tiefenwirkung noch Heißdampf eingeführt wurde.

Die pure Behandlung des Bodens mit Dampf führte zu den besten Ergebnissen. Insbesondere in Bezug auf die Bekämpfung von Unkraut und Unkratusamen, wo das Dämpfen selbst die hervorragenden Resultate von Methyl Bromid toppte. Gleiches gilt für das durchschnittliche Fruchtgewicht. Gegenüber der Kontrollfläche konnte das Fruchtgewicht und damit der Ertrag um mehr als 25 % gesteigert werden.

Diese positiven Befunde führen nun dazu, dass die Universität von Kalifornien weitere Schritte insbesondere in Bezug auf die praktische Anwendung der Dämpftechnik bei Großerzeugern geht. Hierfür wurde Ende 2009 aus Europa ein “Sterilter” Vollautomat, ein Produkt der italienischen Firma Ferrari Construzioni in Kooperation mit der MSD GmbH, D-Durbach, eingeführt. Mit diesem Vollautomat werden nun weitere Versuche gestartet, um konkrete Anwendungsverfahren zu erproben und weiterentwickeln zu können.

Vollautomat-Raupe-Tunnel

Video Youtube: Dämpf-Vollautomat auf Raupenfahrzeug im Folientunnel

Dämpfen auf der IPM Essen 2010

11. Januar 2010

Die Leitmesse für die Bereiche Pflanzen, Technik und Floristik weltweit, hält auch in diesem Jahr im Bereich Dämpfen Neuentwicklungen bereit.

Mehr als 60.000 Fachbesucher werden sich Ende Januar bei mehreren Anbietern über die Vorteile des Dämpfens fundiert informieren können. Es sind Innovationen zu erwarten.

So wird die Firma MSD GmbH, D-Durbach, bei der IPM ihr neu entwickeltes Dämpfsystem “A-600-12″ vorstellen. Ein gemeinsam mit der Firma Bärtschi-Fobro, CH-Hüswil, entwickelter Voll-Dämpfautomat, der zur rationellen Dämpfung von gespurten Beetkulturen, wie Baby-Leaf Salaten, ausgerichtet ist. Das System ist aktuell in einer Version mit einer Leistung von 600kg Dampf pro Stunde verfügbar, mit dem in einem Dämpfvorgang 12 m2 gedämpft werden können.

Da viele Großabnehmer, insbesondere durch den Kreuzkraut-Fall bei Rucola, seit vergangenem Jahr nur garantiert beikrautfreie Produkte beziehen möchten, wird dieses Dämpfsystem in diesem Jahr wohl auf einiges an Resonanz stoßen.

95° heißer Dampf vernichtet in nur 5 Minuten alle Beikräuter und deren Samen. Das Ergebnis ist immer eine reine und von Krankheitserregern befreite Erde – seit über einem halben Jahrhundert ist dies mehrfach wissenschaftlich bewiesen worden.

Vollautomat MSD/Fobro

Vollautomat MSD/Fobro

Bodensanierung mit Heißdampf

22. Dezember 2009

Erde mit heißem Dampf zu sanieren und zu desinfizieren ist eine seit mehr als 100 Jahren praktizierte und bewährte Methode. Dies macht sich nun auch das schweizer Friedrich Miescher Institut in Basel zu Nutze.

Das Institut wird über eine klassische Foliendämpfung den Boden mehrerer Gewächshäuser komplett ohne Chemie sanieren. Ziel der Dämpfung ist die Befreiung des Bodens zum Einen von sämtlichen triebfähigen Kultur- bzw. Pflanzenresten, wie Samen und Wurzeln, sowie die Wiederherstellung des Ursprungszustands der Erde vor der Kultivierung. Wichtig dabei ist, dass keine Belastung durch Rückstände im Boden über chemische Produkte erfolgt. Dampf war für dies die erste Wahl.

Die Dämfung wird von einem Lohnunternehmen durchgeführt. Zunächst wird der Boden für der Dämpfung ausreichend tief bis auf 20cm gelockert, dann Schritt für Schritt die zu dämpfende Fläche mit Folie abgedeckt, diese beschwert und dann über einen Dampfinjektor der Dampf, erzeugt mit einem mobilen Niederdruck-Dampfkessel, unter die Folie geführt.

Nach 2-4 Stunden Dämpfzeit wird das gewünschte Ergebnis erreicht sein: Eine vollständig sanierte Erde ohne Unkraut und eingeschleppte Krankheiten.

Dämpfen auf der Grünen Woche 2010

18. November 2009

Die Gartenfachberatung der LB Berlin beabsichtigt, auf der Grünen Woche 2010 im Januar auch Dämpfsysteme für Hobbygärtner vorzustellen.
Kleingarten- und Laubenbesitzer sollen hier die Möglichkeit haben, sich über die Vorteile des Dämpfens zu informieren.

Was im Großen geht – geht auch im Kleinen.

Es ist mit ein wenig mehr Aufwand verbunden, aber Dämpfen geht auch im kleinen Rahmen. Der Boden und insbesondere der eigene, “hausgemachte” Kompost wird vor der Kultivierung so von Unkraut, Unkrautsamen und insbesondere auch Schädlingen sowie Krankheiten ohne Chemie befreit – 100% rückstandsfrei!

Die Pflanzen danken es mit besserem Wachstum und mehr Inhaltsstoffen!
Das ist wissenschaftlich bewiesen. Daher empfiehlt Herr Prof.  Dr. Klaus-Dieter Hentschel von der renommierten Humbold-Universität, Berlin, uneingeschränkt das Dämpfen, insbesondere auch für Hobbyanwender. Zitat:

“Weniger Gift = mehr Natur und aktive, gesunde Erholung.

Dieser Devise fühlen sich immer mehr Hobbygärtner verpflichtet und zeigen sich damit der Gesellschaft gegenüber als umweltbewusste und verantwortungsvolle Bürger. Für den Kleingärtner beginnt die Freude am Garten ja bekanntlich schon mit der Anzucht der Pflanzen.

Gesunde Jungpflanzen gedeien aber nun einmal nur im gesunden Boden und dieser steht auf der begrenzten Fläche des Kleingartens nicht immer zur Verfügung. Auch zugekaufte Erden oder eigener Kompost erfüllen die hohen phytohygienischen Forderungen an eine Aussaatrate nicht immer.

Hier nun kann der vorgestellte Kleindämpfer in Schubkarrenform wirksame Abhilfe schaffen. Dieses preiswerte, leichthandhabbare Gerät garantiert in weniger als zwei Stunden und bei ca. € 1,- Energiekosten 70 bis 80 Liter unkraut- und schaderregerfreies Substrat für Aussaaten in Schalen, Beetreihen und alle Formen der Bepflanzung in Töpfe, Schalen oder Kübel.

Bei diesem alten, nun aber technisch neu konzipierten Dämpfverfahren reichen Temperaturen zwischen 60 und 80 Grad C völlig aus, um auch frischen Kompost oder belastete Erden unbedenklich nutzbar zu machen. Durch das Dämpfen wird aber nicht nur der Gesundheitszustand der Erden und Substrate verbessert, sondern durch den wärmebedingten Nährstoffaufschluß erhalten die jungen Pflanzen eine bessere Startposition, die zu einer nachweislich besseren Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen führt.

Meiner Meinung nach ist dies ein Gerät, auf das die Hobbygärtner gewartet haben und das im Sinne ihres umweltbewußten, verantwortlichen Tuns in jede Gartenanlage gehört.”