Effizentes Dämpfsystem für den Erdbeer-Anbau auf Dämmen entwickelt

15. September 2017

Über 50% Energie- bzw. Heizölersparnis erreicht das am 11.09.2017 in der Nähe von Bruchsal zum ersten Mal eingesetzte neue Dämpfsystem der Firma MSD (Möschle – Seifert -Dämpftechnik). Der große Vorteil liegt in der Streifendämpfung mit Stachelhauben. Dadurch wird ausschließlich der für die Kultur relevante Pflanzbereich mit Heißdampf behandelt. Es wurden mit den Stachelhauben eine Dämpftiefenwirkung bis zur Dammbasis mit einer Tiefe von etwas mehr als 30cm erreicht.

Das System ist als halbautomatische Lösung konzipiert. Die Stachelhauben zur Sandwichdämpfung sind an einem hydraulisch heb- und senkbaren Trägerfahrzeug montiert, auf dem auch der Dampferzeuger installiert ist. Das Ergebnis ist eine kompakte Dämpfeinheit, die drei Dammreihen gleichzeitig 30-40cm tief behandelt. Die Dämpfzeit ist dabei abhängig von der Leistungsfähigkeit des Dampferzeugers sowie der Größe der Hauben und der gewünschten Dämpftiefe.

Halbautomatisches Dämpfsystem für Dammkulturen, insb. Erdbeeren

Halbautomatisches Dämpfsystem für Dammkulturen, insb. Erdbeeren

Video verfügbar auf Youtube: https://youtu.be/huE-L2H-FhY

Jedenfalls ermöglicht die Lösung einen höchst effizienten Energieeinsatz. Mit einem bei dieser Erprobung vorliegenden Dampfverbrauch von unter 40kg Dampf pro m³ Erde kann dieses Dämpfsystem im Sandwichdämpfverfahren mit Stachelhauben den Heizölbedarf umgerechnet auf den Quadratmeter bei einer Dämpftiefe von etwas mehr als 30cm sogar unter 0,4 Liter/m² minimieren.

Drei Dämme werden gleichzeitig mit Stachelhauben im Sandwich-Dämpfverfahren mit Heißdampf hygienisiert

Drei Dämme werden gleichzeitig mit Stachelhauben im Sandwich-Dämpfverfahren mit Heißdampf hygienisiert

Nach dem Dämpfen wurden die Dämme am Folgetag bepflanzt. Das Landratsamt Karslruhe beobachtet das weitere Wachstum und den Ertrag der ErdbeerKultur in den kommenden 3 Jahren. Es werden gleichermaßen gute Ergebnisse erwartet, wie bereits beim Dämpfversuch in den vorangegangenen Jahren. Hierüber haben wir bereits berichtet: Zum Artikel hier klicken – Ein Interview zu den postiven Effekten von Heißdampf bei Erdbeerkulturen finden Sie hier.

Neues Flächendämpfverfahren in der Erprobung

03. Juli 2017

Speziell für die Anforderungen in der Erdbeerindustrie wurde über das Partnerunternehmen der MSD GmbH, der Marten Barel Consultancy BV aus den Niederlanden,  in Kooperation mit einem norwegischen Ingenieurbüro ein weiteres Dämpfsystem aus der Taufe gehoben.

Das neue Dämpfsystem läuft kontinuierlich. Über Injektoren wird Dampf in die gewünschte Dämpftiefe von 10 bis 30cm eingebracht. Daneben wird in gleichem Zug Luft aus dem Boden abgesaugt, um eine schnellere Durchdringung des Bodens mit Dampf zu erreichen.

Erdbeer-Daempfen_Osterloh_Unterdruck

Neue Dämpfmaschine mit Absaugsystem und Dampfkessel S 2000 der Firma MSD

Der Testlauf fand beim Erdbeerbetrieb Osterloh Mitte Juni zwischen Bremen und Osnabrück statt. Dabei wurde auch Heißdampf über einen Dampfkessel Typ S 2000 der Firma MSD erzeugt und eingesetzt. Das neue Dämpfverfahren kommt dem Haubendämpfen in Energie und Geschwindigkeit sehr nahe. Der Heizöl-Verbrauch pro m² bei einer Dämpftiefe von 10cm bei ca. 5 Litern. Bemerkenswert ist, dass der Verbrauch pro 10cm weiterer Dämpftiefe nach den ersten Auswertungen linear gehalten werden kann und nicht weiter zunimmt. Bei einer Dämpftiefe von 10cm kann die Maschine derzeit eine Flächenleistung von ca. 430m² erbringen.

Erdbeer-Daempfen_Osterloh_Dampfkessel-S-2000

Durch eine nachgezogene Schleppfolie soll so lange wie möglich die Temperatur im Boden erhalten bleiben

Auf der Interaspa Praxis im September soll eine optimierte Version der Dämpfanlage präsentiert werden. Zudem haben Zuschauer die Möglichkeit die Dämpfergebnisse in Besondere auch die Wirkung auf Pflanzenwachstum und Ertrag auf den gedämpften Flächen zu besichtigen.

MSD optimiert Containerdämpfverfahren zur Hygienisierung großer Erdmengen

14. Mai 2017

Gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Freiburg erprobte die MSD GmbH mehrere Verfahren zur Dämpfung großer Mengen an Japan Knöterich verseuchter Erde an mehreren Standorten am Oberrhein.

Das Ziel der Entwicklung ist ein Verfahren, mit den in kürzest möglicher Zeit mit geringstem Personalaufwand große Erdmengen hygienisiert und von der eingeschleppten Neophyte vollständig befreit werden können. Dabei sollen die Gesamtkosten signifikant unter 30 Euro/m³ liegen. Hierfür kam auch entsprechende Großtechnik zum Einsatz.

Dämpfen mit Heißdampf in speziell ausgerüsteten Kippanhängern

Dämpfen mit Heißdampf in speziell ausgerüsteten Kippanhängern

In diesem Rahmen wurden in einem ersten Schritt zunächst speziell ausgestattete Kippanhänger befüllt und mit einem Niedrigdruckdampfkessel Typ S 2000der Firma MSD (Möschle-Seifert-Dämpftechnik) alternierend gedämpft. Das Dämpfverfahren wurde mit einer Absaugungsvorrichtung ausgestattet, damit der Dampf effizienter den belasteten Boden durchdringen kann.

In einem zweiten Schritt wurden Abrollmulden statt Kippanhänger eingesetzt, die ebenso mit einem entsprechenden Dampfverteilungssystem ausgestattet wurden. In diese Mulden wurden auch spezielle Rutschböden neben dem Absaugsystem eingesetzt. Das Hygienisierungsziel wurde stets erreicht. Die Erde war nach der Bedämpfung vollständig Japan Knöterich frei.

Spezial Abroll-Dämpfmulden mit Dampfkessel S 2000 von MSD

Spezial Abroll-Dämpfmulden mit Dampfkessel S 2000 von MSD

Auf Grundlage der hier gewonnen Erkenntnisse wird im Sommer ein finales weiter optimiertes Dämpfsystem entstehen, dass die Zielvorgaben von 20m³ / Stunde / 2t eingesetzten Dampf bei minimalem Personaleinsatz übertreffen kann. Auf dieser Grundlage sollen dann in einem Zeitraum von 6 Monaten bis zu 10.000m³ Japan Knöterich verseuchtes Erdmaterial hygienisiert werden.

Neues Dämpfverfahren für Substrate erfolgreich erprobt

14. März 2017

Anfang März wurde ein neues Substratdämpfverfahren bei einem Blumenzuchtbetrieb an der Deutsch-Niederländischen Grenze getestet. Die besondere Herausforderung dabei lag in der Anforderung, dass das sehr leichte bimsartige Tonsubstrat in den Spezialbeetwannen nicht umgeschichtet werden sollte. Zudem sind die Böden der Pflanzwannen mit Bewässerungsschläuchen ausgerüstet, die zu heissen Temperaturen über 110°C nicht unmittelbar ausgesetzt werden dürfen.

Verlegung von Dämpfschlauch und Abdeckung mit Dämpffolie

Verlegung von Dämpfschlauch und Abdeckung mit Dämpffolie

Die Lösung wurde von dem Serviceteam der renommierten Beratungsgesellschaft für Heißdampfanwendungen, Marten Barel Consultancy B.V., aus den Niederlanden entwickelt und in Testbetrieb genommen.
Der Blumenzuchtbetrieb, bei dem das neue Verfahren nun erfolgreich erprobt wurde, ist spezialisiert auf hochwertige Kulturen, allem voran Amaryllis.

Nachdem die Kultur abgeerntet und sämtliche Pflanzen aus dem Substrat herausgezogen wurden wird ein Spezialdämpfschlauch mittig in der Pflanzwanne auf das Substrat der ganzen Länge nach verlegt. Der Dämpfschlauch ist extrem dampfdurchlässig und gibt so gleichmäßig über die ganze Pflanzwannenlänge den Dampf kontinuierlich ab. Die Pflanzwanne und der darauf mittig verlegte Schlauch wird mit einer hitzebeständigen Dämpffolie abgedeckt und die Ränder mit geeigneten Beschwerungsschläuchen beschwert.

Dämpfung einer Pflanzwanne mit geblähter und seitlich beschwerter Dämpffolie

Dämpfung einer Pflanzwanne mit geblähter und seitlich beschwerter Dämpffolie

Nach Anschluss und Inbetriebnahme des Dampfkessels wird das Substrat schonend gedämpft.  Da der Dampf langsam durch das Tonsubstrat kriecht und dort gemächlich kondensiert werden die installierten Bewässerungsschläuche am Boden der Pflanzwanne nicht übermässig hitzebelastet. Die Dämpfzeit ist sehr gering. In bereits 30min kann eine bis zu 50m lange Pflanzwanne mit einem Dampfbedarf von lediglich ~30-40kg Dampf pro m³ Tonsubstrat hygienisiert werden. Da das Substrat nicht bewegt oder umgeschichtet werden muss, bestehen zudem nur minimale zusätzliche Arbeitssaufwende.

Neuer Dämpf-Halbautomat in Betrieb

20. Februar 2017

Bei einem grossen Saatzuchtbetrieb mit Focus auf Rapskulturen wurde der neue Dämpf-Halbautomat der Firma MSD GmbH am 15.02.2017 in Betrieb genommen. Das Komplettsystem hat eine Dampfleistung von 800kg pro Stunde und wird mit einer Zugmaschine in den Einsatz gebracht. Besonders an dieser Konstruktion ist die große Auslegerhaube mit einer Länge von mehr als 7m und einer Gesamtfläche von ca. 18m². Pro Stunde können mit diesem System 180-200m² Fläche behandelt werden.

Dämpf-Halbautomat MSDA-800 an einer Zugmaschine

Dämpf-Halbautomat MSDA-800 an einer Zugmaschine

Video verfügbar auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=uKMkzokNgF8

Mit dem Dämpfsystem werden Anzuchtflächen ohne Chemie rein gehalten werden, insbesondere von Saaten früherer Zuchtlinien.  Es sollen jährlich mehrere Hektar auf diese Weise für die Anzucht neue Saatgutvarianten vorbereitet werden.

Dämpf-Halbautomat mit 7m langer Ausleger-Dämpfhaube

Dämpf-Halbautomat mit 7m langer Ausleger-Dämpfhaube

Die Inbetriebnahme wurde direkt von der Firma MSD GmbH an einem Tag vorgenommen.  Das System vom ersten Tag an effektiv im Einsatz. Ist ist weitestgehend autonom ausgelegt. Es besitzt aufgebaut Tanks mit einem Heizölvorrat für einen Ganztagesbetrieb. Das Wasser wird kontinuierlich geführt. Der Mindestwasserdruck wir durch ein installiertes Pumpsystem im Betrieb aufrechterhalten. Der Halbautomat hat zudem ein eigenes Wasseraufbereitung zur Sicherstellung einer optimalen Wasserhärte.

Sandwich-Dämpfung erobert Neuseeland

03. Februar 2017

Ein führender Kräuterzuchtbetrieb in der Nähe von Cambridge hat von der MSD GmbH ein Sandwich-Dämpfsystem bestellt und nun Anfang Februar vor Ort in Betrieb genommen. Mit einem Großdampfkessel Typ S 1350 wird mit eine Fläche von mehr als 42m² mit bis zu vier Dämpfhauben abgedeckt. Alle Dämpfhauben sind mit speziellen Hohlstacheln ausgestattet, die es ermöglichen in einem Zeitraum von max. 8min eine Dämpftiefe von bis zu 25cm unter den Dämpfhauben zu erreichen.

Stachel-Dämpfhauben unter Tunnel

Stachel-Dämpfhauben unter Tunnel

Die Dämpfhauben werden mit einem hydraulischen System gehoben und gesenkt. Eine Spezialwinde zieht die gehobenen Dämpfhauben über die Fläche. Mit diesem System ist der Betrieb in der Lage pro Stunde 280m² zu hygienisieren und die behandelten Flächen von Unkraut, bodenbürtigen Krankheitserregern und Schädlingen sowie Bodenmüdigkeit zu befreien.

Hohlstachel unter Dämpfhaube mit einer Länge von bis zu 20cm

Hohlstachel unter Dämpfhaube mit einer Länge von bis zu 20cm

Auch beim Sandwich-Dämpfen bleibt die Bodenvorbereitung ein zentraler Erfolgsfaktor für ein gutes Dämpfergebnis. Die Fläche darf nicht zu feucht sein und muss bis mindestens in die gewünschte Wirktiefe des Heißdampfes hinein gut gelockert sein.

Mehr Infos über das Sandwich-Dämpfen finden Sie hier:  www.moeschle.de/de/sandwich-daempfung-tiefendaempfung

Der Wechsel von Foliendämpfung auf Stachelhaube spart 50% Heizöl

10. Oktober 2016

Erneut hat nun ein weiterer deutscher Gartenbaubetrieb von Foliendämpfung auf Sandwichdämpfung mit Stachelhaube umgestellt und das hat sich gelohnt.
Der württembergische Betrieb in der Nähe von Stuttgart hat seit über 10 Jahren erfolgreich unter Folie gedämpft und wollte nun einen Schritt bezüglich Energieeffizienz nach vorne gehen.

Angehobene Stachelhaube zur Sandwichdämpfung im Betrieb

Angehobene Stachelhaube zur Sandwichdämpfung im Betrieb

Unter Anleitung der MSD GmbH hat er den Schritt gewagt und statt neuer Folie sich nun zwei Stachelhauben zur Sandwichdämpfung beschafft. Statt den Dampf unter eine an den Rändern beschwerte Folie zu leiten, wird bei der Sandwichdämpfung mit einer speziellen Dämpfhaube gearbeitet, die den Dampf mit der Hilfe von Stacheln bis zu 25cm tief in die Erde leitet. Der Betrieb hat sich dafür entschieden, vorerst die Haube manuell zu versetzen. Hierzu wird die Haube durch lediglich eine Bedienperson mit einer Hebelkonstruktion gehoben und gesenkt und auf breiten Rollen versetzt.

Manuell versetzbare Stachelhaube mit Schleppfolie

Manuell versetzbare Stachelhaube mit Abdeckfolie

Das Ergebnis hat sich gelohnt. Die Einsparung beträgt im Vergleich zur Foliendämpfung annähernd 50%. Statt knapp 6.000 kg Dampf benötigt der Gartenbaubetrieb nur noch ein wenig mehr als 3.000 kg Dampf pro Gewächshaus mit einer Fläche von 260m² bei einer Dämpftiefe von ca. 25cm, für eine Zieltemperatur von mehr als als 80°C. Damit liegt der Dampfbedarf bei sehr günstigen ~12 kg pro m². Folglich liegen bei derzeitigem Heizölpreis die Energiekosten bei unter 0,5 Euro pro m².

Neuer Dämpf-Halbautomat bei großem Bio-Salatanbauer in Betrieb genommen

19. August 2016

Als günstigere Alternative zu einem vollautomatischen Dämpf-Roboter, der nun in neuster Auflage als MSDZ-1 im Juli diesen Jahres in Betrieb genommen wurde, hat der führende Dämpfspezialist MSD nun auch einen Halbautomaten neu entwickelt und am 18.08.2016 in der Nähe von Frankfurt ausgeliefert.

Dämpf Halbautomat mit 12m² Haubenfläche

Dämpf Halbautomat mit 12m² Haubenfläche

Im Gegensatz zum Vollautomaten, der als Selbstläufer ohne Fahrer auf dem Feld agiert, wird der Halbautomat mit dem kompletten Aufbau, darunter ein entsprechender Hochleistungs-Dampfkessel, mit einer Zugmaschine über die Beete bewegt. Das System läuft jedoch im übrigen vergleichbar automatisiert. In der aktuellen Ausführung der Maschine werden drei Beete gleichzeitig mit jeweils einer Haube gedämpft. Die drei Hauben werden hydraulisch gehoben und gesenkt. Die Dämpfzeit kann vom Fahrer der Zugmaschine bestimmt werden.

Dämpf-Halbautomat von der Firma MSD GmbH, Durbach

Dämpf-Halbautomat MSDA 600 von der Firma MSD GmbH, Durbach

Ein Video auf Youtube kann hier geöffnet werden: VIDEO Dämpf-Halbautomat 2016

Der Dämpf-Halbautomat wird derzeit in zwei Größen von der Firma MSD GmbH, Durbach, angeboten. Die kleinere Variante hat eine Dampfleistung von bis zu 600kg/h und kann eine Fläche von 12m² in 5 min Dämpfzeit bei Erreichung von ~4-7cm Dämpftiefe vollständig von Unkraut befreien. Die größere Variante des Dämpf-Halbautomaten hat eine Dampfleistung von 800kg/h und kann in der selben Zeit eine Fläche von bis zu 18m² in besagte Tiefe vollständig hygienisieren.

Der Dämpf-Halbautomat führt das nötige Heizöl über einen Tank mit und versorgt sich über einen hydraulisch angetriebenen Generator selbständig mit dem nötigen Strom für die Steuerung sowie für den Betrieb des Hochleistungs-Brenners. Nähere Informationen können direkt bei der Firma MSD erfragt werden: www.moeschle.de

WELTNEUHEIT: Neuer vollautomatischer Dämpfroboter ab Juli im Einsatz

21. Juli 2016

Die Firma MSD hat in Kooperation mit dem Spezialmaschinenhersteller, Josef Zeyer Agrarsysteme aus Neresheim, eine Neuauflage des Dämpfmobils entwickelt. Die Neuauflage des Dämpfmobils kam auf direkte Anfrage eines der hiesig größten Salatanbaubetriebe zu Stande. Mit diesem neuen vollautomatischen Dämpf-Vollautomaten werden neue Maßstäbe gesetzt. Im Gegensatz zum Vorgängermodell, das von der Firma MSD in Kooperation mit der Schweizer Firma Bärtschi-Fobro gefertigt wurde, erfüllt der neue Feldroboter MSDZ-1 neuste Anforderungen insbesondere im Bereich der Vorfeldüberwachung und Spursteuerung.

Dämpf Vollautomat im Testbetrieb für den Freilandeinsatz in Norddeutschland

Dämpf Vollautomat im Testbetrieb für den Freilandeinsatz in Norddeutschland

Zusätzlich zur neusten Steuerungstechnik wurde darauf geachtet, dass die Schlagkraft der Anlage nochmals um knapp 40% zum Vorgängermodell gesteigert wird, so dass im Optimalfall Flächen von weit mehr als 30ha jährlich von Unkrautbefall vollständig befreit werden können.

Dämpf-Vollautomat MSDZ-1, entwickelt von der Firma MSD in Kooperation mit der Firma J. Zeyer aus Neuenheim

Dämpf-Vollautomat MSDZ-1, entwickelt von der Firma MSD in Kooperation mit der Firma J. Zeyer aus Neresheim

Der erste neue Dämpfvollautomat ist derzeit im Testbetrieb auf Flächen in Norddeutschland im Einsatz, um ihn optimal auf die derzeitigen Gegebenheiten anzupassen. Die Maschine wird dann führerlos vollständig autark drei Beetreihen gleichzeitig dämpfen können und dabei selbständig die hierfür nötigen drei Dämpfhauben heben, versetzen und wiederum senken, bis das Ende der Betreihe erreicht wurde. Wenn der Feldroboter das Beetreihenende erreicht hat, gibt er selbständig Signal, dass er von einem Fahrer versetzt werden kann. Während des ganzen Betriebs ist die Maschine auch über eine Fernsteuerung bedienbar.

Detailinformationen zu Preis und Leistung des neuen Dämpf-Vollautomaten können direkt bei der Firma MSD, insbesondere auch online über www.moeschle.de erfragt werden.

Ein Video auf Youtube kann hier geöffnet werden: VIDEO Dämpf-Vollautomat 2016

Effektive Bekämpfung von Erdmandelgras mit heissem Dampf

21. Juni 2016

Am 17.06.2016 stellte die Forschungsgruppe Extension Gemüsebau des schweizer Agroscope Instituts mehre Bekämpfungsmaßnahmen gegen das Erdmandelgras (Cyperus esculentus) vor.  Darunter als eine der effektivsten Maßnahmen das Dämpfen.

Dabei wurden drei verschiedene Dämpfmethoden: Das Haubendämpfen, das Foliendämpfen und das Haufendämpfen per Dämpfförderband in Kooperation mit mehreren Partnern, darunter auch die MSD GmbH Durbach, erfolgreich getestet.

Dämpfhauben zur Parzellen-Behandlung

Dämpfhauben zur effektiven Flächenbehandlung

Bei den zwei Flächendämpfverfahren (Haube und Folie) wurden die Mandeln bis in eine Tiefe von ca. 25cm vollständig abgetötet, was einem Wirkungsgrad auf der Gesamtfläche von ca. 95% entspricht. Nach dem Dämpfen wurden die mit Heißdampf behandelten Flächen beobachtet. Triebe aus tiefer gelegenen Mandeln, die der Dampf nicht erreicht hat, konnten im Anschluss problemlos maschinell oder chemisch abgetötet werden. Beim Haufendämpfen z.B. per Dämpfförderband wurde die mit Erdmandeln verseuchte Erde vollständig ausgehoben und mit Dampf behandelt.

Geblähte Dämpffolie

Geblähte Dämpffolie

Eine vollständige Abtötung von Erdmandelgras konnte bereits bei 75°C Bodenhitze erreicht werden. Es wird empfohlen, dass die Hitze mindestens 15 min gehalten wird, um ein sauberes Ergebnis zu erhalten.
Nähere Informationen sind im Merkblatt “Mit Dampf erste Befallstellen tilgen” auf www.agroscope.ch ab Juli 2017 zu entnehmen.

Merkblatt zur Bekämpfung des Erdmandelgrases “Mit Dampf erste Befallsstellen tilgen”