Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

Heißer Dampf zeigt optimale Wirkung gegen Phytopathogene auch in Farbenfabrik

Sonntag, 01. August 2010

Die Herstellung umweltfreundlicher Farben bedingt ein Höchstmaß an Hygiene, um eine optimale Produktqualität zu gewährtleisten.  Einer der führenden Spezialfarbenhersteller in Deutschland, die Firma Schulz GmbH, Farben- und Lackfabrik im rheinland-pfälzischen Langenlonsheim,  hat nun Dampf als Sterilisationmittel für sich entdeckt, um nach der Produktion biologischer Farben die Lagertanks vollständig zu desinfizieren.  Im Fokus stehen insbesondere Bakterien der Gattung Pseudomonas, von denen die Behälter gänzlich befreit werden müssen.

Mitte Juli 2010 fanden einführende Dämpf-Tests unter Laborbeobachtung der Firma Thor GmbH, in Speyer statt. Hierbei kam ein Dampferzeuger der Firma MSD, Möschle mit einer Leistung von 220kg Dampf/h zum Einsatz. Der Dampf wurde über eine spezielle Leitung in die Tanks geführt, wobei die ~8m³ großen Tanks jeweils ca. eine halbe Stunde gedämpft wurden.  Über einen speziell entwickelten Injektor wurde der Dampf von unten eingeführt, die anfallenden 110 Liter  Kondensat floßen wiederum am Boden über die Ausführstutzen ab.

Die Ergebnisse wurden in der vergangenen Woche von der Firma Thor bestätigt. Die Dämpfung hat eine vollständige Hygienisierung der Lagerbehälter bewirkt. Nach der Heißdamfbehandlung konnten keine Bakterien mehr festgestellt werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Untersuchungen prüft nun die Firma Schulz GmbH eine feste Dämpfanlage im Unternehmen zu installieren.

Die Insel Mainau dämpft gegen Unkraut

Mittwoch, 16. Juni 2010

Eine der schönsten und bekanntesten Gartenanlagen in Deutschland vertraut auf die umfassende Wirkung von Dampf.  Im Fokus stand der bekannte Dahlien-Hügen, der mit alternativen Unkrautbekämpfungsmaßnahmen nicht mehr arbeitskostenwirtschaftlich von Unkaut befreit werden konnte.

Im Juni lies die Insel Mainau daher eine Blumenbeetfläche von insgesamt  2000 m² von der Firma mobildampf.de im Lohndämpfverfahren mit Dämpffolie schrittweise abdecken und dämpfen.

Foliendämpfung auf dem Dalienhügen

Foliendämpfung auf dem Dalienhügen

In nur 3 Tagen und 50 Betriebsstunden wurde die Fläche mit 2 Dämpfanlagen, darunter ein Dampfkessel S 2000 der Firma MSD, Durbach mit 2000 kg Dampf/h Leistung vollständig hygienisiert. Die Beete wurden auf 85°C bis auf eine Tiefe von 30 cm erhitzt und damit vollständig hygienisiert sowie von Unkräutern befreit.

In den nächsten Jahren ist der Unkrautdruck auf dem Dalienhügel sicher gebannt.

Neophytenbekämpfung mit heißem Dampf geht in die letzte Runde

Mittwoch, 26. Mai 2010

Das Regierungspräsidium Freiburg hat Ende Mai 2010 den im vergangenen Herbst begonnenen Versuch zur Bekämpfung des Japan Knöterich mit reinem Heißdampf ohne Chemie abgeschlossen. Es wurde der letzte Behandlungsschritt zur Tiefenbekämpfung der Japan Knöterich Rhizome durchgeführt.

Versuchsaufbau mit Dampfkessel

Versuchsaufbau mit Dampfkessel

Bereits im September 2009 wurde der Bekämpfungsversuch mit Heißdampf begonnen. Hierbei wurden weite, mit Japan Knöterich befallene Flächen am Ufer des stark betroffenen Flüsschens Rench 20-30 cm tief ausgehoben und der komplette Aushub abgedämpft. Der Erfolg der Behandlung von mehr als 95% war schon im Spätjahr 2009 und deutlicher im Frühjahr 2010 sichtbar. Auf der behandelten Fläche hatten sich nur noch, wie erwartet, vereinzelte Neutriebe gezeigt.

Dämpflanzen im Einsatz

Dämpflanzen im Einsatz

Diesen Neutrieben wurde nun durch die abschließende Tiefenbehandlung begegnet. Dabei wurde zunächst der Boden mit einer Hochdrucklanze der Firma MTM-SPINDLER bis zu einer Tiefe von einem Meter durch stark verdichtete Luft aufgebrochen und gelockert. Danach folgte die Einführung einer Dämpflanze, über die ca. 15 min 200°C heißer Dampf in den Boden geleitet wurde.

Luftdrucklanze im Einsatz

Luftdrucklanze zur Bodenlockerung

Bereits im Mai 2009 wurden bei einem vergleichbaren Versuch mit dem Abwasser-Zweckverband auf diese Weise sämtliche im ersten Flächenbehandlungsschritt noch nicht beseitigte, keimfähige Wurzelreste des Japan Knöterich vollständig abgetötet.

Der heiße Dampf denaturiert die im Boden verbliebenen, keimfähigen Rhizome und verbrüht diese partiell so stark, dass durch einfallende Keime die Pflanze soweit geschwächt wird, dass ein Wiederaustrieb nicht mehr erfolgt.

Im weiteren Verlauf wird durch Beobachtungen das positive Ergebnis auf seine Nachhaltigkeit in regelmäßigen Abständen geprüft.

Dienstleistungszentrum Rheinlandpfalz testet die Wirkung von Heißdampf

Sonntag, 09. Mai 2010

Am 04.05.2010 führte das Dienstleistungszentrum Rheinlandpflaz in Schifferstadt ein größerer Feldversuch zur Unkrautbekämfpung durch. Die 2.000 m² große Versuchsfläche wurde in mehrere Parzellen aufgeteilt auf denen abwechselnd unterschiedliche Methoden zur Unkrautbekämpfung zum Vergleich anwendet wurden.

Greiskrauft im Fokus

Der pfälzer Gartenbau hatte im vergangenen Jahr mit Unkrautdruck und dabei insbesondere mit Greiskraut zu kämpfen. Daher wurden die Versuchsfläche insbesondere mit Greiskraut kontaminiert, um im speziellen die zum Vergleich stehenden Bekämpfungsmaßnahmen auf Ihre Wirkung gegen Unkraut und dem giftigen Greiskraut zu überprüfen.

Dämpfhauben zur Parzellen-Behandlung

Dämpfhauben zur Parzellen-Behandlung

Neben dem Eintrag von chemischen Mitteln wird das Dämpfen als Vergleichsmethode berücksichtigt.
Am 04.05.2010 wurden 16 Parzellen auf der 2000 m² großen Versuchsfläche mit Dämpfhauben gedämpft. Die Versuchanordnung war nicht optimal. Der Boden war wegen Regen am Vortag recht feucht. Da der Niederschlag auf die mit Fräse auf 10cm Tiefe gelockerte Erde fiel, war diese zudem etwas verdichtet. Nichtdestotrotz zog der Dampf gut in den Boden und erhitzte so die Krume binnen 6.5 min in 5 cm Tiefe auf 99°C. Die gedämpfte parzelle wurde nach dem Dämpfen mit einer leichten Folie abgedeckt. 10 Minuten nach dem Dämpfen konnte noch in 5cm Tiefe eine Temperatur von 95°C und in 10 cm Tiefe 82°C gemessen werden.

Versuchsaufbau - Dampfkessel auf Anhänger

Versuchsaufbau - Dampfkessel auf Anhänger

Es wird damit gerechnet, dass die gedämpften Parzellen vollständig von Unkraut befreit wurden und so die Kultur ohne Beikraut und insbesondere ohne Greiskrautbefall geerntet werden kann.