Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

Dämpfen überzeugt DLR nochmals in Babyleaf: Kein Unkraut – mehr Ertrag!

Freitag, 30. September 2011

Binnen 14 Tagen auf 3 Feldtagen präsent: Dämpfen ist in aller Munde. Am 31.08.2011 waren die aktuellen Forschungsergebnisse zum Dämpfen des DLR RLP einziges Vortragsthema in der Schweiz. Herr Ziegler, Fachbereichsleiter Gemüsebau, stellte den mehr als 50 Interessierten das Dämpfen als effektivstes Mittel zur vollständigen Befreiung des Bodens von Unkraut vor. Am selben Tag wurden neue Dämpftechniken auch auf dem Feldtag der Landwirtschaftskammer in Köln Auweiler präsentiert.

Zwei Wochen später, am 15.09., stellte das Dienstleistungszentrum für den ländlichen Raum des Landes Rheinland Pfalz auf dem Queckbrunner Hof im Rahmen seines Feldtags, seine aktuellen Dämpfversuche in Babyleaf und Ruccola vor. Dabei wurden zwei Dämpfverfahren, das Haubendämpfen sowie das Dämpfen mit dem neuen Dampfmixer der Firma Mobildampf neben der Anwendung von klassichen Herbziden zur Unkrautbekämpfung verglichen. Beide Dämpfverfahren brachten identische Ergebnisse.

Baby-Leaf Kultur herbizid-behandelt. Schlechtestes Wachstum, leider noch mit Beikraut (insbesondere Kreuzkraut)!

Baby-Leaf Kultur herbizid-behandelt. Schlechtestes Wachstum, leider noch mit Beikraut (insbesondere Kreuzkraut) besetzt!

Baby-Leaf auf Kontrollflächer: Unbehandelt: Man sieht viel Unkraut bei gutem Wuchs.

Baby-Leaf auf Kontrollfläche, unbehandelt: Man sieht viel Unkraut bei gutem Kulturwuchs.

Baby-Leaf Kultur auf gedämpftem Boden: Beste Qualität und höchster Ertrag!Baby-Leaf Kultur auf gedämpftem Boden: Beste Qualität und höchster Ertrag  - 100% unkrautfrei!

Baby-Leaf Kultur auf gedämpftem Boden: Beste Qualität und höchster Ertrag - vollständig unkrautfrei

Der Einsatz von Herbziden (Kerb Flo und Cadou) war gernell mit erhebliche Wachstumsstörungen der Kultur verbunden. Cadou unterdrück Kreuzkraut gut, schädigt jedoch in gleichem Zuge den Babyleaf nachhaltig, wie das erste Foto beeindruckend zeigt. Die Behandlung ausschließlich mit Kerb Flo führte zu weit geringeren Schädigungen, hatte jedoch keine ausreichende Wirkung gegen Unkraut. Bei beiden Herbizidversuchen wäre eine manuelle Nachbearbeitung der Fläche zur Unkrautbeseitung unverzichtbar.

Anders bei den mit Heißdampf behandelten Flächen: die gedämpften Beete überzeugten durch vollständige Unkrautfreiheit und beträchtlich gesteigertem Pflanzenwachstum. Das DLR zeigte darüber hinaus eindeutig, dass die Wirkung von Heißdampf abhängig ist von der Einwirkdauer. Wird zu kurz gedämpft (unter 5 Minuten), risikiert der Anwender, dass doch einzelne Unkrautsamen keimen.

“Dämpfmobil” erhält den DEUTSCHEN Innovationspreis 2011

Freitag, 09. September 2011

Am 02. September 2011 wurden bei den 4. Verleihung des Deutschen Innovationspreises Gartenbau die besten Innoviationen geehrt.

Die MSD GmbH, war mit unter den diesjährigen Gewinnern. Der Verleihungstext lautet: Das „Dämpfmobil“ der Firma MSD GmbH in Durbach dient dem physikalischen Pflanzenschutz.

      gartenbaupreis-klein            Dämpfmobil - BG-abgenommen 2011

Es ist die Neuentwicklung eines mobilen, vollautomatischen Dämpfgerätes zur oberflächlichen und tiefenwirksamen Behandlung von großen, gespurten Freilandflächen. Nach manueller Ausrichtung des Gerätes auf dem Feld arbeitet das Dämpfmobil anschließend vollautomatisch.

Im Vergleich zu Vorläufersystemen für die Flächendämpfung erleichtert das Dämpfmobil die Anwendung und reduziert die Betriebskosten je Hektar, weil Arbeitszeit und Energie eingespart werden. Dieses Gerät bringt den thermophysikalischen Pflanzenschutz ein gutes Stück weiter und macht ihn praxisgerechter.

Preisverleihung am 02.09.2011 in Koblenz (von links nach rechts: Christian und Michael Seifert, der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, Peter Bleser, Sonja Seifert, Dieter Seifert, die deutsche Blumenfee Lisa Maurer und ZVG – Präsident Heinz Herker. (Foto: ZVG)

Preisverleihung am 02.09.2011 in Koblenz (von links nach rechts: Christian und Michael Seifert, der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, Peter Bleser, Sonja Seifert, Dieter Seifert, die deutsche Blumenfee Lisa Maurer und ZVG – Präsident Heinz Herker. (Foto: ZVG)

Durch die Verbindung moderner Technik zur Automatisierung sowie einem hohen Wirkungsgrad des verwendeten Heizsystems ist es gelungen, aus dem bewährten Prozess der Bodendämpfung ein modernes und innovatives Gerät zu konstruieren. Für die Zukunft ist eine wachsende Bedeutung derartiger Verfahren zu erwarten. Für den ökologischen Gartenbau ist das Dämpfen oft die einzige Alternative.

http://bit.ly/q4k9ZJ

Mobile Stachelhaube im Test – Rebschule testet neues Dämpfverfahren

Mittwoch, 01. Juni 2011

Wie bei den Baumschulen kann es bei intensiv genutzten Rebschulflächen zu starken Beeinträchtigungen der Böden und damit Pflanzen kommen. Bei lang stehenden Kulturen besteht bei ausgelaugten, kranken Böden ein beträchtliches Ausfallrisiko.

Der DLR Rheinlandpfalz bei Schifferstadt geht aufgrund der außerordentlich positiven Ergebnisse des letzten Jahres im Gemüsebau davon aus, dass auch im Rebpflanzenanbau Heißdampf Abhilfe gegen bodenbürtige Probleme schaffen wird.

Am 14.04.20011 wurde der Versuch mit einer speziellen Dämpfmethode angewandt. Die Herausforderung lag dabei in kurzer Zeit Temperaturen von über 90°C in Tiefen bis 40cm zu erreichen. Hierfür wurde eine Spezialhaube eingesetzt, die mit zwölf 40cm tiefen Dämpflanzen pro m² bestückt ist. Durch dieses Verfahren können in einen m³ Erde zwischen 60 und 80 kg Dampf pro Stunde eingebracht und damit die Dämpfzeit auf 15 min reduziert werden.

Stachelhaube mit Dampfanschlussöffnungen

Stachelhaube mit Dampfanschlussöffnungen

Stacheldämpfhaube mit Dampfanschluss

Stacheldämpfhaube mit Dampfanschluss

Nun wird auf der behandelten Fläche sowie den Kontrollflächen das Pflanzenwachstum über eine Langzeitstudie kontrolliert werden. Die Ergebnisse sind in den nächsten 2-3 Jahren zu erwarten.

Die Insel Mainau dämpft gegen Unkraut

Mittwoch, 16. Juni 2010

Eine der schönsten und bekanntesten Gartenanlagen in Deutschland vertraut auf die umfassende Wirkung von Dampf.  Im Fokus stand der bekannte Dahlien-Hügen, der mit alternativen Unkrautbekämpfungsmaßnahmen nicht mehr arbeitskostenwirtschaftlich von Unkaut befreit werden konnte.

Im Juni lies die Insel Mainau daher eine Blumenbeetfläche von insgesamt  2000 m² von der Firma mobildampf.de im Lohndämpfverfahren mit Dämpffolie schrittweise abdecken und dämpfen.

Foliendämpfung auf dem Dalienhügen

Foliendämpfung auf dem Dalienhügen

In nur 3 Tagen und 50 Betriebsstunden wurde die Fläche mit 2 Dämpfanlagen, darunter ein Dampfkessel S 2000 der Firma MSD, Durbach mit 2000 kg Dampf/h Leistung vollständig hygienisiert. Die Beete wurden auf 85°C bis auf eine Tiefe von 30 cm erhitzt und damit vollständig hygienisiert sowie von Unkräutern befreit.

In den nächsten Jahren ist der Unkrautdruck auf dem Dalienhügel sicher gebannt.

Neophytenbekämpfung mit heißem Dampf geht in die letzte Runde

Mittwoch, 26. Mai 2010

Das Regierungspräsidium Freiburg hat Ende Mai 2010 den im vergangenen Herbst begonnenen Versuch zur Bekämpfung des Japan Knöterich mit reinem Heißdampf ohne Chemie abgeschlossen. Es wurde der letzte Behandlungsschritt zur Tiefenbekämpfung der Japan Knöterich Rhizome durchgeführt.

Versuchsaufbau mit Dampfkessel

Versuchsaufbau mit Dampfkessel

Bereits im September 2009 wurde der Bekämpfungsversuch mit Heißdampf begonnen. Hierbei wurden weite, mit Japan Knöterich befallene Flächen am Ufer des stark betroffenen Flüsschens Rench 20-30 cm tief ausgehoben und der komplette Aushub abgedämpft. Der Erfolg der Behandlung von mehr als 95% war schon im Spätjahr 2009 und deutlicher im Frühjahr 2010 sichtbar. Auf der behandelten Fläche hatten sich nur noch, wie erwartet, vereinzelte Neutriebe gezeigt.

Dämpflanzen im Einsatz

Dämpflanzen im Einsatz

Diesen Neutrieben wurde nun durch die abschließende Tiefenbehandlung begegnet. Dabei wurde zunächst der Boden mit einer Hochdrucklanze der Firma MTM-SPINDLER bis zu einer Tiefe von einem Meter durch stark verdichtete Luft aufgebrochen und gelockert. Danach folgte die Einführung einer Dämpflanze, über die ca. 15 min 200°C heißer Dampf in den Boden geleitet wurde.

Luftdrucklanze im Einsatz

Luftdrucklanze zur Bodenlockerung

Bereits im Mai 2009 wurden bei einem vergleichbaren Versuch mit dem Abwasser-Zweckverband auf diese Weise sämtliche im ersten Flächenbehandlungsschritt noch nicht beseitigte, keimfähige Wurzelreste des Japan Knöterich vollständig abgetötet.

Der heiße Dampf denaturiert die im Boden verbliebenen, keimfähigen Rhizome und verbrüht diese partiell so stark, dass durch einfallende Keime die Pflanze soweit geschwächt wird, dass ein Wiederaustrieb nicht mehr erfolgt.

Im weiteren Verlauf wird durch Beobachtungen das positive Ergebnis auf seine Nachhaltigkeit in regelmäßigen Abständen geprüft.

Dienstleistungszentrum Rheinlandpfalz testet die Wirkung von Heißdampf

Sonntag, 09. Mai 2010

Am 04.05.2010 führte das Dienstleistungszentrum Rheinlandpflaz in Schifferstadt ein größerer Feldversuch zur Unkrautbekämfpung durch. Die 2.000 m² große Versuchsfläche wurde in mehrere Parzellen aufgeteilt auf denen abwechselnd unterschiedliche Methoden zur Unkrautbekämpfung zum Vergleich anwendet wurden.

Greiskrauft im Fokus

Der pfälzer Gartenbau hatte im vergangenen Jahr mit Unkrautdruck und dabei insbesondere mit Greiskraut zu kämpfen. Daher wurden die Versuchsfläche mit Greiskraut kontaminiert, um im Speziellen die zum Vergleich stehenden Bekämpfungsmaßnahmen auf Ihre Wirkung gegen Unkraut und dem giftigen Greiskraut zu überprüfen.

Dämpfhauben zur Parzellen-Behandlung

Dämpfhauben zur Parzellen-Behandlung (2,3mx1,4m)

Neben dem Eintrag von chemischen Mitteln wird das Dämpfen als Vergleichsmethode berücksichtigt.
Am 04.05.2010 wurden 16 Parzellen auf der Versuchsfläche mit Dämpfhauben mit einer Breite von1,4m und Länge von 2,3m gedämpft. Die Versuchanordnung war nicht optimal. Der Boden war wegen Regen am Vortag recht feucht. Da der Niederschlag auf die mit Fräse auf 10cm Tiefe gelockerte Erde fiel, war diese zudem etwas verdichtet. Nichtdestotrotz zog der Dampf gut in den Boden und erhitzte so die Krume binnen 6.5 min in 5 cm Tiefe auf 99°C. Die gedämpfte parzelle wurde nach dem Dämpfen mit einer leichten Folie abgedeckt. 10 Minuten nach dem Dämpfen konnte noch in 5cm Tiefe eine Temperatur von 95°C und in 10 cm Tiefe 82°C gemessen werden.

Versuchsaufbau - Dampfkessel auf Anhänger

Versuchsaufbau - Dampfkessel auf Anhänger

Es wird damit gerechnet, dass die gedämpften Parzellen vollständig von Unkraut befreit wurden und so die Kultur ohne Beikraut und insbesondere ohne Greiskrautbefall geerntet werden kann.