Archiv für die Kategorie ‘Dämpf-Methoden’

Bodensanierung mit Heißdampf

Dienstag, 22. Dezember 2009

Erde mit heißem Dampf zu sanieren und zu desinfizieren ist eine seit mehr als 100 Jahren praktizierte und bewährte Methode. Dies macht sich nun auch das schweizer Friedrich Miescher Institut in Basel zu Nutze.

Das Institut wird über eine klassische Foliendämpfung den Boden mehrerer Gewächshäuser komplett ohne Chemie sanieren. Ziel der Dämpfung ist die Befreiung des Bodens zum Einen von sämtlichen triebfähigen Kultur- bzw. Pflanzenresten, wie Samen und Wurzeln, sowie die Wiederherstellung des Ursprungszustands der Erde vor der Kultivierung. Wichtig dabei ist, dass keine Belastung durch Rückstände im Boden über chemische Produkte erfolgt. Dampf war für dies die erste Wahl.

Die Dämfung wird von einem Lohnunternehmen durchgeführt. Zunächst wird der Boden für der Dämpfung ausreichend tief bis auf 20cm gelockert, dann Schritt für Schritt die zu dämpfende Fläche mit Folie abgedeckt, diese beschwert und dann über einen Dampfinjektor der Dampf, erzeugt mit einem mobilen Niederdruck-Dampfkessel, unter die Folie geführt.

Nach 2-4 Stunden Dämpfzeit wird das gewünschte Ergebnis erreicht sein: Eine vollständig sanierte Erde ohne Unkraut und eingeschleppte Krankheiten.

Dämpfen auf der Grünen Woche 2010

Mittwoch, 18. November 2009

Die Gartenfachberatung der LB Berlin beabsichtigt, auf der Grünen Woche 2010 im Januar auch Dämpfsysteme für Hobbygärtner vorzustellen.
Kleingarten- und Laubenbesitzer sollen hier die Möglichkeit haben, sich über die Vorteile des Dämpfens zu informieren.

Was im Großen geht – geht auch im Kleinen.

Es ist mit ein wenig mehr Aufwand verbunden, aber Dämpfen geht auch im kleinen Rahmen. Der Boden und insbesondere der eigene, “hausgemachte” Kompost wird vor der Kultivierung so von Unkraut, Unkrautsamen und insbesondere auch Schädlingen sowie Krankheiten ohne Chemie befreit – 100% rückstandsfrei!

Die Pflanzen danken es mit besserem Wachstum und mehr Inhaltsstoffen!
Das ist wissenschaftlich bewiesen. Daher empfiehlt Herr Prof.  Dr. Klaus-Dieter Hentschel von der renommierten Humbold-Universität, Berlin, uneingeschränkt das Dämpfen, insbesondere auch für Hobbyanwender. Zitat:

“Weniger Gift = mehr Natur und aktive, gesunde Erholung.

Dieser Devise fühlen sich immer mehr Hobbygärtner verpflichtet und zeigen sich damit der Gesellschaft gegenüber als umweltbewusste und verantwortungsvolle Bürger. Für den Kleingärtner beginnt die Freude am Garten ja bekanntlich schon mit der Anzucht der Pflanzen.

Gesunde Jungpflanzen gedeien aber nun einmal nur im gesunden Boden und dieser steht auf der begrenzten Fläche des Kleingartens nicht immer zur Verfügung. Auch zugekaufte Erden oder eigener Kompost erfüllen die hohen phytohygienischen Forderungen an eine Aussaatrate nicht immer.

Hier nun kann der vorgestellte Kleindämpfer in Schubkarrenform wirksame Abhilfe schaffen. Dieses preiswerte, leichthandhabbare Gerät garantiert in weniger als zwei Stunden und bei ca. € 1,- Energiekosten 70 bis 80 Liter unkraut- und schaderregerfreies Substrat für Aussaaten in Schalen, Beetreihen und alle Formen der Bepflanzung in Töpfe, Schalen oder Kübel.

Bei diesem alten, nun aber technisch neu konzipierten Dämpfverfahren reichen Temperaturen zwischen 60 und 80 Grad C völlig aus, um auch frischen Kompost oder belastete Erden unbedenklich nutzbar zu machen. Durch das Dämpfen wird aber nicht nur der Gesundheitszustand der Erden und Substrate verbessert, sondern durch den wärmebedingten Nährstoffaufschluß erhalten die jungen Pflanzen eine bessere Startposition, die zu einer nachweislich besseren Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen führt.

Meiner Meinung nach ist dies ein Gerät, auf das die Hobbygärtner gewartet haben und das im Sinne ihres umweltbewußten, verantwortlichen Tuns in jede Gartenanlage gehört.”