Einer der großen Probleme bei der Pflanzenaufzucht in Baum- bzw. Rebschulen ist die Bodenmüdigkeit. Der Dienstsitz Klein-Altendorf des Dienstleistungszentrums für den ländlichen Raum des Landes Rheinlanpfalz (DLR RLP) hat sich dieses Jahr dieses Themas erneut angenommen und ermutigt durch die sehr positiven Ergebnisse der Kollegen vom Queckbrunner Hof mit Heißem Dampf experimentiert.
Im April 2011 wurde eine größere von Bodenmüdigkeit betroffene Versuchsfläche in der Nähe von Bonn 30 cm tief gedämpft. Zum Vergleich wurde eine Kontrollfläche ausgewiesen sowie Pflanzlöcher mit der Mischung “KAD” und daneben “KESSLER” versehen.
Nun wurden im Dezember 2011 die Ergebnisse vom DLR bekannt gegeben.
Das Dämpfen schlägt alle Alternativverfahren und beweist sich als beste Behandlungsmethode. Die Symptome der Bodenmüdigkeit werden durch eine Bodensterilisation mittels Heißdampfbehandlung auf ein Minimum reduziert. Die durchschnittliche Trieblänge lag bei ~230 cm und damit 140 cm besser als bei der Kontrollgruppe – also eine Wachstumsoptimierung um mehr als 300%.

Durchschnittliche Länge der Neutriebe. Das Dämpfen (ganz rechts) beweist sich als Methode mit den mit Abstand besten Ergebnissen!
Detaillierte weiterführende Informationen können beim DLR RLP, Herr Baab, angefordert werden.
Hier zum Download: Versuchsbericht des DLR
Auf Wunsch des Dienstleistungszentrums werden nun 2012 weitere Versuche folgen.
