Archiv für Mai 2011

Insitut testet Heißdampf für Baumschulen

Sonntag, 08. Mai 2011

In Altdorf bei Bonn wagt der DLR Rheinlandpfalz einen neuen Dämpfversuch. Der Fokus hierbei liegt bei der Regenerierung von Böden für Baum- und Sträucher Kulturen. Nach dem erfolgreichen Einsatz von Heißdampf im Gemüsebau in den letzten beiden Jahren mit den erstaunlich positiven Effekten bis hin zu einer Wachstumssteigerung von bis zu 30% bei vollständiger Unkrautfreiheit ist das führende Forschungsinstitut für den ländlichen Raum auch überzeugt, dass Dampf für den Obst- und Beerenanbau die wichtigen Probleme lösen kann.

Die Probleme, die in solchen Kulturen auftreten, sind mannigfaltig. Insbesondere durch die Belastung durch Bodenmüdigkeit aber auch bodenbürtige Krankheitserreger, wie Nematoden, Pilze und Bakterien, können Ernten langfristig geschädigt und so Betriebe in ihrer Existenz bedroht.

Für den Anbau solcher Kulturen ist es daher wichtig, dass vor der Pflanzung der Boden gesund und rein ist. Der Einsatz von Pestiziden ist immer problematischer. Nun soll Dampf als Alternative zum hierfür zum Einsatz kommen.

Der DLR Rheinlandpfalz hat hier Anfang April 2011 eine Fläche von insgesamt ca. 200m² mit Heißdampf behandelt. Die Fläche wurde mit hitzebeständiger Folie abgedeckt, die an ihren Rändern beschwert wurde. Über einen speziellen Dampfinjektor wurde für 4 Stunden Dampf unter die Folie geleitet. In dieser Zeit drang der Dampf ca. 30-35 cm tief in den Boden und erhitzte diesen auf mindestens 85°C. Nach dem Dämpfen wurde die Fläche umgehend bepflanzt.

Foliendämpfung in Baumschule

Foliendämpfung in Baumschule

In den nächsten Monaten werden positive Effekte erwartet, insbesondere bei Pflanzenwachstum und Erntemenge.